Schmerztherapie

Schmerztherapie

Mit gezielten Schmerztherapie-Methoden werden Ihre Schmerzen gelindert und der Heilungsprozess beschleunigt. Abhängig von der Diagnose können wir Ihnen vier verschiedene Behandlungsmethoden anbieten.

Radiale Stoßwellentherapie

Die radiale Stoßwellen-Therapie (RSWT) ist eine Methode der Behandlung oberflächlicher orthopädischer Störungen, die sich in den letzten 20 Jahren entwickelt hat. Inzwischen kann auf eine große Zahl an Erfahrungen und Studienberichten von Anwendern zurückgegriffen werden, welche die Wirksamkeit belegen. Es handelt sich dabei um ein System der Medizintechnik, das mit Hilfe eines in einem Handstück beschleunigten Projektils eine mechanische Druckwelle erzeugt, die über einen Applikatorkopf auf den menschlichen Körper übertragen wird und sich im Gewebe ausbreitet. Mit fokussierten Stoßimpulsen wird dem Schmerz an Muskeln, Sehnen und Sehnenansatzstellen begegnet und im Gewebe werden Regenerierungsprozesse in Gang gesetzt. Diese Methode wird weltweit mit großem Erfolg von Therapeuten eingesetzt.
Anwendungsbereiche:

  • • Tennisellenbogen
  • • Schulterbeschwerden
  • • Fersensporn
  • • Trigger- und Schmerzpunkte
  • • Arthrose des Daumensattelgelenkes
  • • Achillessehnenbeschwerden

CMD

CMD steht für Craniomandibulären Dysfunktion, einer Funktionsstörung im Kausystem, also im Zusammenspiel zwischen Ober und Unterkiefer.
Cranium = Schädel
Mandibula = Unterkiefer
Dysfunktion = Fehlfunktion

Mögliche Symptome
Über Muskeln und Nerven ist unser Kausystem mit anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparats verbunden, welche sich gegenseitig beeinflussen.
Kiefergelenksfehlstellungen bzw. -funktionsstörungen können die gesamte Körperstatik aus dem Gleichgewicht bringen und somit für vielfältige Schmerzsymptome ursächlich verantwortlich sein: z. B. Zähneknirschen, Kiefergelenks-, Ohren-, Kopf-, Rückenschmerzen, Schwindel, Migräne, Schulterverspannungen, Hüft- und Knieprobleme.
Umgekehrt können Beschwerden außerhalb des Kausystems Kiefergelenkbeschwerden auslösen: dazu gehören neben den Beschwerden im Stütz- und Bewegungsapparat auch psychische Faktoren, wie z. B. chronischer Stress.
CMD-Diagnose und -Behandlung
Diese komplexen Zusammenhänge erfordern eine ganzheitliche Funktions-, Kiefergelenksdiagnostik durch einen darauf spezialisierten Zahnarzt. Die anschließende Behandlung muss interdisziplinär in enger Zusammenarbeit des Zahnarztes mit Orthopäden, ggf. weiteren Fachärzten, mit Physiotherapeuten und Osteopathen erfolgen.
Sie beinhaltet eine zahnärztliche Basistherapie, d.h. ggf. erforderliche zahnmedizinische Korrekturen. Eine biodynamische Funktions-Schiene aus Kunststoff hilft, den normalen Biss des Patienten wieder herzustellen. Sie ist nur nachts auf der unteren Zahnreihe zu tragen. Die dadurch erreichte gleichmäßige Belastung der Kiefermuskeln wirkt sich durch die Verbindung der Kiefermuskeln mit den Nackenmuskeln und damit Rückenmuskeln auch auf die Körperstatik aus. Diese Funktions-Schiene muss mit einem Physiotherapeuten und/oder Orthopäden abgestimmt werden, um sicherzustellen, dass die Körperstatik positiv beeinflusst wird. Nur so können die Beschwerden minimiert oder sogar ganz behoben werden.
CMD-Therapie bzw. Kiefergelenksfunktionstherapie
Unterstützend werden Methoden eingesetzt, das Schmerzempfinden zu verringern: Wärme- und Kältetherapien, manuelle Therapien, Akupunktur, Pflanzenheilkunde und Entspannungstechniken. Die Wahl der Methode wird auf die individuellen Bedürfnisse und Beschwerden abgestimmt. CMD-Therapie ist daher als ganzheitlich orientierte individuelle Schmerztherapie bei Kiefergelenksfehlstellungen bzw. Funktionsstörungen zu verstehen.
Ansprechpartner: Sonja Obermeier

Osteopathie

Ein Osteopath hat den gesamten Organismus im Blick, benutzt und mobilisiert die Selbstheilungskräfte des Körpers und verbessert durch das manuelle Behandeln einer Körperstruktur seine Funktion. Bei einer osteopathischen Behandlung steht nicht die Krankheit sondern der Patient im Mittelpunkt. Die Osteopathie basiert auf einem speziellen Krankheitsverständnis. Im Organismus herrscht ständig Bewegung: das Herz schlägt, Blut und Lymphe zirkulieren, über die Nerven schwirren Signale durch den Körper, Wellenbewegungen von Magen und Darm helfen bei der Verdauung. Wird dieser Bewegungsfluss an irgendeiner Stelle behindert, etwa durch äußere Einflüsse, Verletzungen oder Entzündungen, kommt es zu Schmerzen und Krankheiten.

In der Osteopathie werden 4 Grundprinzipien verfolgt:

  • • Es gibt eine Lebensenergie, die durch den gesamten Körper strömt. Der Mensch ist eine Einheit: Alle Teile des Körpers, der Geist und die Seele sind miteinander verbunden und stehen in einer Wechselbeziehung zueinander.
  • • Struktur und Funktion beeinflussen sich gegenseitig: Fehlhaltungen können z.B. allmählich zu anatomischen Veränderungen führen, Verletzungen oder Narben die Funktion von Gewebe einschränken.
  • • Der Körper kann sich selbst regulieren und heilen (Selbstheilungskräfte): Im Idealfall arbeiten alle Teile des Organismus harmonisch zusammen, das Immunsystem wehrt Krankheiten ab, Verletzungen heilen und irreparable Schäden werden kompensiert. Im gesunden Menschen sind alle Vorgänge in einem Gleichgewicht (Homöostase). Ist dieses gestört, kann es zu Beschwerden und Krankheiten kommen.
  • • Eine gesunde Durchblutung sichert die Funktion des Körpers und seiner Gewebe: Ist sie gestört, sind Schäden möglich. Behandlungen regen den gesunden Blutfluss an und beseitigen Blockaden.

Mögliche Anwendungsgebiete und Grenzen
Die Osteopathie wird - allein oder als Begleittherapie - bei vielen Beschwerden und Erkrankungen eingesetzt, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Beispiele sind Rückenschmerzen, Hexenschuss, Gelenkprobleme, Menstruationsbeschwerden, Sodbrennen, schmerzhafte Verwachsungen infolge von Operationen, Kopfschmerzen und geburtsbedingte Schädelverformungen bei Babys.
Die Grenzen der Osteopathie liegen dort, wo die Selbstheilungskräfte des Körpers nicht mehr ausreichen, z.B. bei Knochenbrüchen, Infektionen, Krebs und seelische Erkrankungen.

Behandlungsmethode
Am Anfang der osteopathischen Behandlung steht ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen. Der Osteopath versucht Schmerzauslöser wie Bewegungseinschränkungen, Spannungen und Bewegungsblockaden aufzuspüren und durch Anregung der Selbstheilungskräfte des Körpers zu beseitigen. Dabei setzt der Osteopath allein seine Hände ein. Medikamente und medizinische Instrumente oder Apparate werden nicht eingesetzt. Hat er "Blockaden" gefunden, löst er sie mit sanften, ruhigen Handbewegungen, wobei die betroffenen Körperstrukturen gedehnt und bewegt werden. Er arbeitet sich von den Symptomen bis zur Quelle der Beschwerden vor, die nicht immer identisch sind. Dadurch soll die Lebensenergie wieder zum Fließen gebracht werden und das Gleichgewicht des Körpers wieder hergestellt werden.
So kann etwa eine Nierenbeckenentzündung die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule einschränken, was die Halswirbelsäule auszugleichen versucht. Das kann auf Dauer zu Bandscheibenproblemen in diesem Bereich führen. Der Osteopath behandelt dann in erster Linie die eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbeln als Quelle des Problems.

Behandlungsdauer
Eine osteopathische Behandlung dauert in der Regel zwischen 50 und 60 Minuten. Bei akuten Problemen reichen manchmal schon ein bis zwei Sitzungen für eine Besserung aus, bei chronischen Beschwerden kann es länger dauern. Die Behandlungen sollten anfangs meist im Wochenrhythmus stattfinden, später alle zwei bis drei Wochen.

Kinesio Taping

 Die Behandlungsmethode Kinesio Taping - eine ganzheitliche und medikamentenfreie Therapiemethode mit einem außergewöhnlich breiten Anwendungsspektrum.
Der Ursprung der Methode
Es handelt sich um eine Therapiemethode, die ihren Ursprung in Japan hat und dort bereits vor 30 Jahren entwickelt wurde. Kinesio-Taping ist in vielen Ländern der Welt als unterstützende Therapie etabliert und ein wichtiger Bestandteil der modernen Behandlungskonzepte.
Das Material
Das elastische Tape besteht zu 100% aus Baumwolle und besitzt eine Eigendehnung, vergleichbar mit der Dehnfähigkeit des menschlichen Muskels. Die Klebefläche besteht aus Acryl, wobei die Haftungseigenschaft über die Körperwärme aktiviert wird. Das Material ist luft- und feuchtigkeitsdurchlässig, wasserbeständig und enthält keinerlei Wirkstoffe.
Anwendungsgebiete
Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen, …
Schulter- und Knieprobleme, Bewegungseinschränkungen, …
Gelenkstabilisation, Überlastung des Muskelapparates, …
lokale Schmerzlinderung, Schwellungen, …
Kosten
Das Kinesio-Tape ist keine Kassenleistung. Das Anbringen eines Tapes kostet pro Körperregion 15 €. Möchten Sie das Taping in den letzten 15 Minuten einer Krankengymnastik bekommen, erhalten Sie das Tape für 10 €.
Zu Beachten:

Bitte vor der Behandlung nicht eincremen oder einölen. Sie können mit dem Tape duschen oder ins Schwimmbad gehen. Löst sich das Tape an den Enden, schneiden sie die losen Enden ab. Bewegen Sie sich weiterhin „normal“ – jede Bewegung unterstützt die Therapie.

end faq