Arthrofibrose ... weiterhin Schmerzen nach Knie-Tep-Operationen

Die Klinik Solequelle bietet seit 2014 im Rahmen einer medizinischen Rehabilitation ein für das Krankheitsbild der Arthrofibrose entwickeltes Therapieprogramm an.

Bei einer Arthrofibrose handelt es sich um eine krankhafte intraartikuläre Vermehrung von Bindegewebe. Damit gehört die Arthrofibrose zu einer der häufigen Komplikationen unter anderem nach einer Knie-Tep, Narkosemobilisationen bringen oft nur kurzfristige Besserungen. Auch passive Mobilisationen und intensive aktive Physiotherapie zeigen häufig nur unzureichenden Erfolg. Um Reoperationen zu verhindern, ist deshalb eine besondere „effiziente Therapie“ erforderlich.

Auch nach Kreuzbandplastik ist die Komplikation bekannt, und auch andere große Gelenke können nach Operationen betroffen sein, zum Beispiel das Schultergelenk. In vielen medizinischen Fachgebieten, nicht nur in Orthopädie und Chirurgie, besteht das Problem der Fibrosierung, beispielsweise in der Innere Medizin und der Dermatologie.

Die Biologie der Fibroblasten und Vernarbungsprozesse sind seit längerem Gegenstand der Forschung. Eine Arbeitsgruppe konnte mithilfe von Zellkulturen kardialer und dermaler Fibroblasten zeigen, „dass mechanischer Stress zu einer vermehrten Produktion der Xylosyltransferasen führt, Enzymen, die am Prozess der Wundheilung beteiligt sind, aber auch in Verdacht stehen, die Bildung des Narbengewebes über das physiologische Maß hinaus zu fördern. Mechanische Ruhe verringert die Konzentration der Xylosyltransferasen, sodass Kollagenasen die Möglichkeit haben, das Narbengewebe wieder abzubauen.“

Informationen und Seminare:

Für Ärzte (Orthopäden, Unfallchirurgen, Reha-Mediziner) und Physiotherapeuten werden regelmäßig ganztägige Seminare über Diagnostik und Therapie der Arthrofibrose ebenfalls in der Klinik Solequelle angeboten.

Weitere Informationen und Termine auf: www.Youtube.de/arthrofibrose